Kuro

analoges Bildkompositionswerkzeug

Täglich erzeugen wir Bilder auf unseren Smartphones, durch sanftes Tippen, Hin- und Herwiegen und Wischen unserer Finger. Pixel, kleinste Einheiten, die unterschiedliche Farbzustände annehmen können, ergeben in ihrer Gesamtheit ein Bild. Kuro versucht dieses Prinzip auf die Ebene des Handwerks zu heben, des physisch Greifbaren und Kunstvollen, und so ein neues Verständnis für Hand und Bild anzuregen.

 

Inspiriert von der japanischen Ästhetik von Licht und Schatten (kuro, 黒 = schwarz, das Schwarze) entstand ein „Tablet“ der anderen Art, das durch seinen simplen Aufbau und die unbegrenzten Möglichkeiten der Benutzerinteraktion besticht:

20 × 30 = 600 kleine hölzerne Rollen, die halbseitig geschwärzt sind, liegen lose in den Rillen eines Brettes.

 Durch sanfte Drehung kann der Helligkeitseindruck jeder Rolle verändert und somit ein Bild erschaffen werden.

 Das visuelle Ergebnis bleibt dabei immer in der Schwebe und ist durch die ungesicherte Lage der Rollen solange vergänglich, bis der Benutzer das Werk mit einem Spannrahmen fixiert, damit es gefahrlos gekippt werden kann.

 

Kuro dient als Gerät der Muße und des kreativen Zeitvertreibs ebenso wie als didaktisches Werkzeug im Zeichenunterricht. Weitere Anwendungen wie beispielsweise im Bereich der Kunsttherapie und im animierten Trickfilm sind denkbar.